Im Winter zählen fünf Stellschrauben: Raumtemperatur bei etwa 16 bis 18 Grad, Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, Stoßlüften statt Dauerkippen, mehrere dünne Decken statt einer dicken und morgens früh helles Licht. Die trockene Heizungsluft ist dabei das eigentliche Winterproblem – sie lässt sich nicht über die Temperatur lösen.

Draußen wird es kalt, drinnen läuft die Heizung – und plötzlich schläft man schlechter. Trockene Luft, zu warmes Schlafzimmer, zu dicke Decke: Im Winter kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, die unruhige Nächte begünstigen.
Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich mit wenigen Handgriffen lösen. Hier sind die wichtigsten Stellschrauben für besseren Schlaf in der kalten Jahreszeit.
- Schlafzimmer eher kühl halten – häufig empfohlen werden etwa 16–18 °C.
- Luftfeuchtigkeit im Blick behalten: rund 40–60 % gelten als angenehm.
- Stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen.
- Lieber mehrere dünne Schichten als eine zu dicke Decke.

Die richtige Schlafzimmertemperatur
Zum Einschlafen sinkt unsere Körpertemperatur leicht ab. Ein zu warmes Schlafzimmer arbeitet dagegen – viele wachen dann nachts auf oder schlafen unruhig. Als Richtwert werden häufig etwa 16 bis 18 °C genannt; wichtiger als die exakte Zahl ist, dass du dich unter der Decke wohl, aber nicht verschwitzt fühlst.
Trockene Heizungsluft
Warme Heizungsluft nimmt viel Feuchtigkeit auf – im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen deshalb oft deutlich. Viele merken das an trockenem Mund oder trockenen Schleimhäuten am Morgen. Rund 40 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit gelten als angenehm.
- Hygrometer aufstellen: Ein günstiges Messgerät zeigt dir, ob du überhaupt ein Problem hast.
- Pflanzen oder Luftbefeuchter: Helfen, wenn die Luft dauerhaft sehr trocken ist – Geräte regelmäßig reinigen.
- Heizung im Schlafzimmer moderat: Je weniger geheizt wird, desto weniger trocknet die Luft aus.
Richtig lüften im Winter
Gekippte Fenster kühlen Wände aus, tauschen aber wenig Luft aus. Besser ist Stoßlüften: Fenster für einige Minuten weit öffnen – morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen.
Schlag morgens die Bettdecke zurück und lüfte das Kissen gleich mit. So kann die Feuchtigkeit der Nacht entweichen – gut für Hygiene und Haltbarkeit.
Decke, Bettwäsche & Kissen
- Schichten statt Daunenberg: Eine mittelwarme Decke plus Wolldecke lässt sich je nach Nacht anpassen.
- Atmungsaktive Bettwäsche: Auch im Winter schwitzt man nachts – Feuchtigkeit muss raus können.
- Kissenbezug: Ein weicher, atmungsaktiver Bezug wie unser Bezug aus Bambusfaser fühlt sich im Winter angenehm an.
- Warme Füße: Kalte Füße halten viele wach – dünne Socken können helfen.

Pflegetipps für die Bezüge findest du im Ratgeber Kissenbezug waschen.
Wenig Licht, viel Müdigkeit
Im Winter bekommen wir deutlich weniger Tageslicht ab. Viele fühlen sich dadurch tagsüber matter und abends früher müde. Was hilft: möglichst täglich nach draußen, vor allem vormittags – und abends das Licht bewusst dimmen. Besonders in der Woche nach der Zeitumstellung macht das einen Unterschied.
Häufige Fragen
Wie warm sollte das Schlafzimmer im Winter sein?
Häufig werden etwa 16 bis 18 °C empfohlen. Wichtig ist, dass du unter der Decke weder frierst noch schwitzt.
Sollte ich nachts das Fenster kippen?
Im Winter ist Stoßlüften vor dem Schlafen meist die bessere Wahl. Ein dauerhaft gekipptes Fenster kühlt die Wände aus.
Was hilft gegen trockene Luft im Schlafzimmer?
Weniger heizen, regelmäßig stoßlüften und bei Bedarf Pflanzen oder einen Luftbefeuchter nutzen – ein Hygrometer zeigt dir, ob es nötig ist.
Weiterlesen: Besser einschlafen: 12 Tipps, die wirklich helfen

Maximilian Schulze · Experte für Schlaf & Ergonomie
Maximilian gehört zum fitkissen®-Team und beschäftigt sich täglich mit Schlafkomfort und Ergonomie. Im Schlaf-Ratgeber beantwortet er die Fragen, die uns im Kundenservice jeden Tag erreichen.
Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2026. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.